Literatur im Übersetzungsprozess
Auch in diesem Jahr wird der VS NRW zum Programm des LiteraturSalon NRW auf der Leipziger Buchmesse beitragen. Der LiteraturSalon ist ein zentraler Treffpunkt für literarische Institutionen aus Nordrhein‑Westfalen und präsentiert ein vielfältiges Programm rund um Gegenwartsliteratur, literarische Praxis und kulturpolitische Themen.
Am Sonntag, 22. März 2026, um 12:00 Uhr, lädt der VS NRW gemeinsam mit dem Literaturrat NRW zu einer Podiumsdiskussion ein, die sich einem Bereich widmet, der im literarischen Alltag oft unsichtbar bleibt – und doch entscheidend ist: Wie entsteht Literatur im Übersetzungsprozess?
12.00 Uhr: Literatur im Übersetzungsprozess
Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in NRW
Lea Hübner, Bärbel Klässner, Sabine Lipan, Lisa Palmes
Ort: Halle 5, Stand K 212
Gäste aus Praxis und Verband
Auf dem Podium sprechen:

Sabine Lipan (VS NRW)
Autorin, Übersetzerin und langjähriges Mitglied des Verbands. Sie berichtet aus ihrer praktischen Arbeit zwischen Sprachen, Genres und unterschiedlichen Formen des Schreibens. Kurz-Vita:
Geboren 1958. Studium der Germanistik und Theologie. Tätigkeiten als Journalistin, Werbetexterin, in der Öffentlichkeitsarbeit und als Redenschreiberin. Seit 2004 Autorin.
Foto © privat

Lea Hübner (VdÜ) Übersetzerin und Literaturvermittlerin, die sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie kulturelle Kontexte in der Übersetzung mitschwingen und welche Verantwortung Übersetzende im literarischen Prozess tragen. Kurz-Vita: Geboren 1973 in Stuttgart. Studium der Lateinamerikanistik (Schwerpunkt Brasilien), Spanisch und Philosophie an der FU Berlin. Abschlussarbeit zur Übersetzung zeitgenössischer brasilianischer Literatur. Seit 2004 freiberufliche Übersetzerin für Spanisch und Portugiesisch, außerdem Dolmetscherin. Lebt in Berlin. Foto © Alea Rodriguez

Lisa Palmes (VdÜ) – Übersetzerin polnischer Literatur und kulturpolitisch engagierte Stimme für die Sichtbarkeit und Arbeitsbedingungen von Übersetzer*innen. Kurz-Vita: Geboren 1975 in Münster. Studium der Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft in Wien (unvollendet), anschließend Polonistik und Germanistische Linguistik in Berlin und Warschau. Seit 2008 freiberufliche Übersetzerin. 2012–2017 Kulturvermittlerin und Organisatorin literarischer Gesprächsreihen. Seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Digitale Lexikographie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Foto © Krysztof Mystowski

Moderiert wird das Gespräch von Bärbel Klässner (VS NRW), die seit vielen Jahren Schreibwerkstätten leitet und literarisch in Lyrik und essayistischer Prosa arbeitet. Kurz-Vita: Geboren 1960 in Magdeburg. Engagement in der Frauenbewegung und oppositionellen Gruppen der DDR. Mitherausgeberin einer Samisdat-Zeitung. Seit 2004 in Essen ansässig.
Foto © privat
Worum es in der Diskussion geht
Die Diskussionsrunde bietet Einblicke in die kreative Zusammenarbeit zwischen Autor*innen und Übersetzenden. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:
- Wie findet Literatur ihren Weg über Sprachgrenzen hinweg?
- Welche Herausforderungen und Chancen entstehen, wenn Texte in andere Sprachen übertragen werden?
- Wie verändert sich ein Text im Übersetzungsprozess – und welche Rolle spielt kulturelles Wissen?
- Welche Wünsche haben Autor*innen und Übersetzende an Verlage, Institutionen und die Kulturpolitik, damit Literatur vielfältig zugänglich bleibt?
Die Veranstaltung zeigt, wie vielschichtig und schöpferisch Übersetzungsarbeit ist und wie sehr sie zur literarischen Vielfalt beiträgt.
Mehr erfahren:
https://literaturratnrw.de/literatursalon–nrw-2026/
