Sarah Jäger gewinnt mit Jugendbuch
Der Literaturpreis Ruhr wurde am 15.9.2026 in der Mathias-Jakobs-Halle in Gladbeck im Rahmen einer Gala-Veranstaltung gefeiert. Es war ein besonderes Jubiläum. Zum 40. Mal wurde die bedeutende Auszeichnung für Literatur vergeben.
Mit Sarah Jägers Auszeichnung für ihren Jugendroman Das Feuer vergessen wir nicht geht der Hauptpreis in diesem Jahr an ein Werk der Jugendliteratur. Großartig. Dass sich ein Jugendbuch in einem hochkarätig besetzten Feld behaupten konnte, ist ein wichtiges Signal für die Bedeutung literarisch anspruchsvoller Bücher für junge Menschen und für die Durchlässigkeit der Grenzen zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur.
Der Förderpreis ging an Ajda Coşar für ihren Text Nimmersatt, der einem unbändigen Hunger nach Worten und Sprache Ausdruck verleiht. Mit dem Ehrenpreis wurde Till Beckmann für seine langjährigen Verdienste und seinen außergewöhnlichen Einsatz für die Literatur im Ruhrgebiet ausgezeichnet.
Für den Hauptpreis waren neben Sarah Jäger außerdem Uwe Carow (Im Dunkeln zu Hause), Patrik Peyn (die leere in der orangerie), Denis Pfabe (Die Möglichkeit einer Ordnung) und Vera Zischke (Pina fällt aus) nominiert. Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in NRW gratuliert allen Preisträgerinnen und Preisträgern sowie den Nominierten herzlich. Die diesjährige Shortlist spiegelte eindrucksvoll die Vielfalt des literarischen Schaffens wider.
Unter den Gästen der Jubiläumsveranstaltung waren viele engagierte Vertreterinnen und Vertreter des Literaturbetriebs im Ruhrgebiet. Dazu gehörten auch die Schriftsteller und langjährigen Mitglieder des VS NRW Volker W. Degener und Herbert Somplatzki. Beide haben den Literaturpreis Ruhr vor vierzig Jahren mit initiiert. Ihr Engagement hat dazu beigetragen, eine Auszeichnung zu etablieren, die heute zu den wichtigsten Literaturpreisen Nordrhein-Westfalens zählt. (Jana Engels)
