Am Samstag, den 19.09.2026, fand die Mitgliederversammlung des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller NRW (VS in ver.di) in Düsseldorf statt. Zu den zentralen Themen gehörten die jährlichen Literaturtage des Verbands in Nordrhein-Westfalen sowie die erfolgreiche datenschutzkonforme Digitalisierung der Vorstandsarbeit. Darüber hinaus standen die Weiterentwicklung der Verbandsstrukturen und die organisatorische Neuaufstellung im Mittelpunkt.
Insbesondere die Folgen der Pandemie sowie der unerwartete Tod des langjährigen Geschäftsführers Dietmar Damwerth machten in den vergangenen Jahren eine umfassende Neuorganisation der Verbandsarbeit erforderlich. Um die Handlungsfähigkeit des Landesverbands langfristig zu sichern, wurden neue und tragfähige Arbeits- und Organisationsstrukturen geschaffen. Dieser Prozess konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Dadurch wurde eine schnellere, flexiblere und effizientere Zusammenarbeit der Mitglieder innerhalb Nordrhein-Westfalens ermöglicht. Der Verband konnte sich technisch moderner aufstellen und seine Vernetzung im NRW-Kulturbetrieb weiter ausbauen.
Auf der Tagesordnung stand außerdem die Wahl eines neuen Landesvorstands. Der bisherige Vorstand erhielt für seine Arbeit in den vergangenen Jahren viel Zustimmung aus dem Verband. Er bestand aus acht Personen: Jana Engels als Landesvorsitzende, Sabine Houtrouw als stellvertretende Landesvorsitzende, Sabine Lipan, Gitta Edelmann, Bärbel Klässner und Hakan Akçit als Beisitzende sowie Joshua Clausnitzer mit dem Jugendmandat und Volker W. Degener mit dem Seniorenmandat.
Bereits im Vorfeld war klar, dass es Veränderungen in der Zusammensetzung des künftigen Vorstands geben würde. Dafür gab es mehrere Gründe. Die aktuelle Geschäftsordnung des VS in ver.di sieht nur noch drei statt vier Beisitzende vor. Mangels Kandidatinnen und Kandidaten für die beiden Jugendmandate konnten diese nicht besetzt werden. Joshua Clausnitzer konnte aufgrund der Altersbeschränkung nicht erneut über das Jugendmandat in den Vorstand gewählt werden. Zudem trat die bisherige Landesvorsitzende Jana Engels nicht noch einmal zur Wahl an.
„Seit 2024 bin ich auch Mitglied im Bundesvorstand des VS in ver.di. Seit 2025 sogar stellvertretende Bundesvorsitzende. Ich sehe mich nicht in der Lage, Kraft und Zeit für beide Ämter aufzubringen. Es ist nebenbei bemerkt auch nicht sinnvoll. Der Verband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller lebt vom Engagement aller Mitglieder“, äußerte sie sich im Vorfeld.
Dem Landesvorstand wird sie dennoch weiterhin als Beisitzerin beratend und unterstützend angehören. Für ihre Arbeit als Landesvorsitzende wurde ihr auf der Mitgliederversammlung ausdrücklich gedankt. Zugleich erhielt sie die breite Unterstützung des Landesverbands für ihre weitere Arbeit im Bundesvorstand sowie für eine Kandidatur bei der bevorstehenden Bundesvorstandswahl Anfang 2027.
Zur neuen Landesvorsitzenden des VS NRW wurde Diana Menschig gewählt. Sie ist seit vielen Jahren hauptberuflich als Schriftstellerin tätig, Bestsellerautorin und Gründerin des Phantastik-Autoren-Netzwerks PAN. Zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre zählen aus ihrer Sicht die Verbesserung der Einkommenssituation von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, der Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie die zunehmenden Urheberrechtsverletzungen.
Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurde Mark Behrens aus Minden. Er sieht insbesondere bei der sozialen Absicherung über die Künstlersozialkasse (KSK) Handlungsbedarf und möchte sich für Verbesserungen einsetzen.
Der neue Landesvorstand setzt sich nun wie folgt zusammen:
Diana Menschig (Landesvorsitzende)
Sabine Houtrouw (stellvertretende Landesvorsitzende)
Jana Engels (Beisitzerin)
Gitta Edelmann (Beisitzerin)
Mark Behrens (Beisitzer)
Volker W. Degener (Seniorenmandat)
In den kommenden Jahren will der VS NRW die erfolgreiche organisatorische und technische Modernisierung fortführen und sich weiterhin mit aller Kraft für die Interessen der Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Nordrhein-Westfalen einsetzen. Dazu gehören selbstverständlich die Verbesserung der beruflichen Rahmenbedingungen, auch in Bezug auf die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz sowie die weitere Stärkung der kulturellen Vernetzung im Land sein.
